30. Dezember 2025

Erkämpfter Auswärtssieg zum Jahresende

Ashy Freiburg Hinspiel Soller

Mit einem hart erarbeiteten 73:64-Erfolg (17:24, 18:16, 21:19, 8:14) bei den Eisvögeln Freiburg verabschieden sich die Nördlinger Angels erfolgreich aus dem Basketballjahr und durften schon am Tag vor Silvester zwei wichtige Punkte bejubeln.

Des Jahres 2025 letztes Frauenbasketballspiel in Deutschland las sich vielversprechend: Kampf um die PlayOff-Plätze für zwei Traditionsvereine, die in ihrer Idee für den deutschen Frauenbasketball viel verbindet, die aber auch „unten drinsitzen“ im Tabellenkeller. Während die Eisvögel einen Kader voller deutscher Talente anbieten, gastierten die Rieserinnen in Freiburg nur noch zu acht.

Der Start in die Partie verlief jedoch zäh. Möglicherweise lag den Angels der Weihnachtsbraten noch im Magen, denn Coach Kuusi zeigte sich früh unzufrieden mit der Leistung seines Teams. Auf der Nördlinger Bank wurde intensiv rotiert, bis sich zur ersten Viertelpause zumindest ein Sieben-Punkte-Vorsprung herauskristallisierte. Die gut besuchte Halle im Freiburger Uni-Dome erlebte dennoch ein zerfahrenes Bundesligaspiel, was der guten Stimmung auf den Rängen keinen Abbruch tat. Rund 30 mitgereiste Fans aus Nördlingen sorgten zusätzlich für lautstarke Unterstützung und konnten im ersten Durchgang einige erfolgreiche Offensivaktionen feiern.

Jubeln war Coach Kuusi gar nicht zumute. Im Gegenteil: Stocksauer ob der löchrigen Defense seines Teams, der fehleranfälligen Angriffe und der fehlenden Spielübersicht wechselte er seine Spielerinnen in einem Tempo durch, dass mehr als ein kurzer Schluck aus der Wasserflasche nicht drin war. Nicole Fransson sah sich bei Pässen in die Zone häufig gleich drei Freiburger Verteidigerinnen gegenüber, ohne dass der Ball den Weg zu freien Mitspielerinnen fand. Es war wie verhext: „Wacht auf“ gellte durch den Unidome und sollte die Engel endlich aus ihrem Weihnachtsschlaf rütteln, aber so recht wollte das einfach nicht klappen – immerhin retteten die Angels eine knappe Halbzeitführung, obwohl das zweite Viertel verloren ging.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Gäste zunächst verbessert. Zwar blieb die Freiburger Zone weiterhin eng und unnötige Turnover kamen hinzu, doch die Angels agierten nun wacher und gestalteten das Spiel ansehnlicher. Freiburgs Huber-Saffer spielte jedoch stark auf und brachte ihr Team zurück ins Spiel. Für Pauline Mayer verlief der Auftritt gegen ihren Heimatverein unglücklich, einfache Ballverluste und Punkte für Freiburg waren die Folge. Der dritte Abschnitt ging an die Eisvögel, die den Rückstand auf drei Zähler verkürzten.

Im Schlussviertel fanden die Angels schließlich ihren Rhythmus. Während Freiburg mehrere Würfe aus der Mitteldistanz liegen ließ, kämpften sich die Nördlingerinnen konsequent durch die Verteidigung und bauten ihren Vorsprung zeitweise auf eine zweistellige Führung aus. Angeführt von Nicole Fransson und Sam Ashby setzte sich Nördlingen entscheidend ab. Freiburg erhöhte zwar nochmals den defensiven Druck, scheiterte aber immer wieder an Ungenauigkeiten im Abschluss. Mit viel Kampfgeist brachten die Angels den Sieg über die Zeit und konnten die Heimfahrt mit einem verdienten Erfolg krönen.

Für die Angels siegten:
Nicole Fransson (19 Punkte, 13 Rebounds), Pauline Mayer (3), Laura Schinkel (8), Chanel Ndi (6), Jana Koch (0), Mariam Haslé-Lagemann (6), Natalie Kucowski (11 Punkte, 11 Rebounds), Sam Ashby (20)

Bei Freiburg fielen auf:
Elea Gaba (17), Summah Evans (10)

Text: Nils Gerstmeier
Bild: Michael Soller