Nach dem sowohl überraschenden als auch überragenden Heimsieg gegen Saarlouis steht nun mit den Panthers aus Osnabrück der nächste harte Brocken an – nur diesmal auswärts im für Nördlinger Verhältnisse „hohen Norden“.
Das war wichtig. Für den Kopf und für die Beine. Der Überraschungscoup vergangenen Samstag gegen den Tabellenzweiten aus Saarlouis für den Kopf und zwei freie Tage für die müden, müden Beine nach drei Heimspielen innerhalb einer Woche. Der Knoten schien in diesem denkwürdigen Auftritt der Nördlingerinnen geplatzt zu sein, und endlich zeigte das Team, wozu es fähig ist und welches Potenzial noch immer in ihnen steckt. „Dieser Sieg bedeutet uns total viel – vor allem mit dieser Punktedifferenz – und zeigt aber auch, dass wir noch immer Luft nach oben haben und unsere Leistung steigern können!“, gibt Sam Ashby Einblick in ihre Gedanken über das vergangene Spiel gegen die Royals.
Mit frischen Beinen geht es nun zur weitesten Auswärtsfahrt der Saison – und das nur zwei Wochen nach dem Hinspiel in der Hermann-Keßler-Halle. Die Panthers aus Osnabrück empfangen die Angels sicherlich mit einer breiten Brust: Trotz intensiver Reisestrapazen – Trips nach Nördlingen und zweimal nach Freiburg in kurzer Folge – holte das Team drei Siege und qualifizierte sich zudem für das Pokalviertelfinale. Die Angels mussten sich dagegen im Pokal knapp Marburg geschlagen geben.
Im Aufeinandertreffen vor zwei Wochen überzeugte vor allem die Starting Five der Gastgeberinnen – Rollerson, Spolyar, Almqvist, Monpierre und Kennedy erzielten gemeinsam 85 Prozent aller Panthers-Punkte. Doch auch Nördlingen verfügt über eine starke erste Fünf, die – wenn sie heiß läuft – jedem Team der Liga ernsthafte Probleme bereiten kann.
Sam Ashby, die im Hinspiel mit 13 Punkten unter ihren Möglichkeiten blieb, blickt optimistisch voraus: „Es wird eine große Herausforderung, aber wir haben gezeigt, dass wir Top-Teams schlagen können. Der Sieg zuletzt gibt uns das Selbstvertrauen, die Panthers richtig anzugreifen!“
Nicht mitreisen wird hingegen Dangi Pupkevičiūtė, die nach ihrem Wunsch auf Vertragsauflösung in ihre litauische Heimat zurückgekehrt ist.
Ob die Angels den Schwung aus dem Saarlouis-Spiel mitnehmen und für eine Überraschung sorgen können, zeigt sich am Sonntag ab 16 Uhr – live und kostenlos auf dem YouTube-Kanal von DYN Basketball.
Text: Nils Gerstmeier
Bild: Michael Soller