Die Eigner Angels Nördlingen mussten sich zum Saisonstart in der Ferne geschlagen geben: Beim Season Opener in Herne unterlagen die Rieserinnen nach einem wechselhaften Spielverlauf mit 70:78 (22:20, 21:12, 13:18, 22:20).
Der Beginn verlief holprig. Zwar erzielte Nicole Fransson die ersten Punkte der neuen Bundesliga-Saison, doch danach lief bei den Gästen zunächst wenig zusammen. Offene Korbleger fanden ihr Ziel nicht, in der Verteidigung fehlte die letzte Konsequenz. Während Sam Ashby und Fransson früh Verantwortung übernahmen, nutzte Herne Nördlinger Ballverluste und zweite Chancen, um mit knapper Führung in das zweite Viertel zu gehen.
Auch dort präsentierte sich das Heimteam keineswegs souverän, doch die Angels konnten aus den Fehlern des Gegners kaum Kapital schlagen. Wurf um Wurf verfehlte das Ziel, während sich die Gastgeberinnen vor allem an der Freiwurflinie absetzten. 15 Turnover und 13 gegnerische Freiwürfe zur Pause führten zu einem deutlichen 32:43-Rückstand.
Nach der Halbzeit schien die Partie bereits zu kippen: Herne baute die Führung zwar zunächst auf 18 Punkte aus. Doch dann kam die stärkste Phase der Angels. Vor allem Chanel Ndi sorgte mit großem Einsatz für einen 10:0-Lauf, die Defense stand plötzlich stabil, und bis zur Viertelpause war der Rückstand auf sechs Zähler geschrumpft.
Im Schlussabschnitt jedoch fehlte den Nördlingerinnen die Kraft. Wichtige Freiwürfe blieben ungenutzt, während sich Hernes Zoesha Smith zur Matchwinnerin aufschwang. Mit unermüdlichem Einsatz führte sie ihr Team letztlich zu einem Sieg, der am Ende zu klar ausfiel.
So bleibt die Erkenntnis: Gegen einen durchaus schlagbaren Gegner haben die Angels die Chance auf den ersten Saisonsieg vertan. Gelegenheit zur Wiedergutmachung gibt es jedoch schon am kommenden Wochenende beim ersten Heimspiel gegen den TK Hannover.
Statistiken
Für Nördlingen: Fransson (21 Punkte, 12 Rebounds), Nolan (2), Mayer (9), Schinkel (4), Ndi (10), Koch (0), Haslé-Lagemann (2), Ashby (20 Punkte, 10 Rebounds, 5 Assists, 3 Steals), Pupkeviciute (2).
Für Herne: Dziuba (14), Recanati (14), Smith (14 Punkte, 11 Rebounds), Boyd (12).
Text: Nils Gerstmeier
Bild: Michael Soller