Sieg gegen Aufsteiger Düsseldorf bei Luxemburger Turnier

(thla.) Erneut keine 24 Stunden nach dem Lüttichspiel traten die EIGNER Angels zum dritten und letzten Turnierspiel gegen den Aufsteiger und kommenden Bundesligakonkurrenten Capitol BasCats Düsseldorf an. Diese verloren am Vortag vormittags ihr erstes Spiel gegen Saarlouis mit 63:92 und gewannen abends gegen Grengewald. Hier wollte Coach Imreh angesichts der Turnierstrapazen eingeübte Verteidigungssysteme, insbesondere im Eins gegen Eins üben. Doch das gelang erst mal gar nicht. 9:0 nach zweieinhalb Minuten, zwei Turnovers und wenig Verteidigungsarbeit zwangen Angels-Coach Ajtony Imreh erst einmal zu einer lautstarken Auszeit. Nach dreieinhalb Minuten schloss Anissa Pounds mit drei Dreiern auf (9:9).

Die EIGNER Angels waren jetzt wach. Doch auch die BasCats waren voll auf der Höhe und spielten die Zonenverteidigung der Angels immer wieder aus (7.Minute, 20:11). Den Nördlingerinnen gelang es nicht, den gewohnten Verteidigungsdruck aufzubauen und ließen vor allem im Angriff zu viel liegen. Verdient verlor man das erste Viertel mit 24:16, erlaubte man doch den BasCats zu viel „im eigenen Haus“, der Zone. Der Start ins zweite Viertel war diametral zum ersten. 26:25 nach zwei gespielten Minuten und bereits der fünfte Dreier von Anissa Pounds. Allerdings bemängelte Coach Imreh zu Recht das Abfeiern der erfolgreichen Aufholjagd und die leichten Punkte von Düsseldorf. In der 15. Minute dann die erste Führung für den Bundesligadino aus Nördlingen (34:32). Sprach man den Rieserinnen einen hohen Verschleiß zu, zeigte sich dieser nun bei den Düsseldorferinnen, die am Vortag zwei Spiele zu bestreiten hatten. Andererseits stand nun auch die Defense der Kraterbasketballerinnen. Eine verdiente 43:38 gegen einen tapfer kämpfenden Bundesligaaufsteiger war die Folge. Bedenkt man den Kräfteverschleiß beider Teams, entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Die Angels legten vor, die BasCats versuchten mitzuhalten (28. Minute, 54:49).

Allerdings konnten die Nördlingerinnen mit dem Reboundverhalten nicht zufrieden sein. Doch gegen Ende des dritten Viertels schien sich die Fitness des Imreh-Teams erneut durchzusetzen. Vor allem Meg Willson mit zwei tollen Steals und aufmerksamer Verteidigung war an der 58:49 maßgeblich beteiligt. Die Crunchtime begann unmittelbar nach Beginn des letzten Viertels. Mit hoher Intensität gingen beide Teams noch einmal in dieses Spiel und holten die letzten Körner aus sich raus. Hier zeigte sich einmal mehr der „One“-Team-Gedanke der Nördlinger EIGNER-Mädels. Selten, dass Düsseldorf bei Fastbreaks in der Überzahl war, immer wieder halfen die Angels sich aus. 64:55 stand es in der 35. Minute, als Mariam Hasle-Lagemann zwei wichtige Rebounds für die Nördlinger holte, die man in vier Punkte ummünzen konnte und Düsseldorf zu einer Auszeit zwang (68:57). Doch Düsseldorf konterte mit einem 6:0-Lauf. Dem wiederum setzten die Angels fünf Punkte entgegen. Vor allem Elina Koskiemes war in den letzten Sekunden der Fels in der Brandung und warf mit zwei Steals und drei Punkten die EIGNER Angels endgültig zum 74:69-Sieg gegen einen starken Aufsteiger aus Düsseldorf nach erneut zwischenzeitlichen zweistelligem Rückstand.
 
Finanzvorstand Peter Struck: Wir haben in den drei Tagen ein entspannte, aber fokussierte und konzentrierte EIGNER Angels – Mannschaft erlebt. Wir konnten verschiedene Dinge testen: im ersten Spiel ein Comeback nach hohem Rückstand mit knappen Sieg, im Spiel gegen Lieges mussten über unsere körperlichen Grenzen gehen. Gegen Düsseldorf war es ein immer enges Spiel mit viel Taktik, in dem unter Wettkampfbedingungen getestet werden konnte. Insgesamt können wir mit zwei Siegen aus drei Spielen in 67h zufrieden sein.

Insgesamt spielten an diesem Turnier:
Mona Berlitz (2 Punkte Grenewald /1 Punkt Liege / 0 Düsseldorf), Elina Koskimies (7/7/10), Sami Hill (24/10/10), Marina Dzinic (6/10/4), Mariam Hasle-Lagemann (2/2/9), Meg Wilson (10/6/19), Anissa Pounds (13/4/15), Bianca Helmig (3/13/7).

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